Vintage Handarbeiten sind wieder im Trend

Vintage Handarbeiten sind wieder im Trend

Wenn etwas von Hand geklöppelt, gehäkelt, gestrickt oder bestickt ist, können dahinter nur Vintage Handarbeiten stecken. Handarbeiten sind Trumpf, wenn es um den authentischen Vintage-Stil geht, denn sie verkörpern das Nostalgische. Es sind jedoch nicht unbedingt die von Hand gestrickten Strümpfe, es sind vielmehr die Tischdecken mit einer edlen Stickerei. Auch Knüpfen und Klöppeln gehören zu den schönen Vintage Handarbeiten, die jetzt wieder im Trend sind. Wertvoller und teurer sind Original Handarbeiten. Sie zu kaufen, ist aber leider nicht so einfach und erfordert ein wenig Geduld.

Kleine Kunstwerke


Durch Vintage Handarbeiten entstanden und entstehen kleine Kunstwerke. Das ist vor allem bei Tischdecken, Kissenhüllen oder Servietten sichtbar. Um die meist weißen Tücher aus Leinen oder Damast mit Farbe zu versehen, wurden sie bestickt. In früheren Zeiten gab es noch keine Handarbeitszeitungen mit vielen verschiedenen Stickmustern. Die Vintage Handarbeiten vergangener Zeiten hatten Fantasiemuster, von denen eines schönes als das andere war. In adeligen Familien stand beim Besticken von Servietten und Tischtüchern das Familienwappen ganz oben. Auch eine Grafenkrone oder das Monogramm der Hausfrau waren in kunstvollen Stichen mit buntem Garn verewigt. Solche Tischdecken oder Servietten sind heute begehrte Sammlerstücke, die nur zu ganz besonderen Anlässen zum Einsatz kommen.

Die schönsten Spitzen

Die schönen Stickereien sind kostbar, erlesen hingegen sind die feinen Spitzen, falls es sich um echte Vintage Handarbeiten handelt. Nach wie vor kommen die schönsten per Hand geklöppelten Spitzen aus Belgien, dort beherrschen die Frauen diese komplizierte Handarbeit schon seit Jahrhunderten. Alle, die auf der Suche nach Originalen sind, sollten ihr Glück auf den Antikmärkten im Nachbarland Belgien versuchen. Dort finden sich mit ein wenig Glück noch alte Spitzen. Nostalgische Spitzen gibt es auch noch in der Bretagne in Frankreich und auch in Friesland wird nach wie vor geklöppelt. Hier schmücken die Spitzen vor allem die Tracht, auch so manche Gardine hat eine Bordüre aus echten Spitzen. Wer sich über die hohen Preise für diese alten Spitzen wundert, sollte immer bedenken, wie mühsam es ist, diese Handarbeit herzustellen.

Gehäkelte Kostbarkeiten

Nicht nur geklöppelt sehen Spitzen fantastisch aus, auch gehäkelt sind sie wunderschön. Zu den schönsten Vintage Handarbeiten gehören Ajour-Spitzen, die mit einer feinen Häkelnadel entstehen. Auf diese Weise entstanden vor mehr als 100 Jahren filigrane Spitzeneinsätze und zarte Manschetten für elegante Kleider. Ajour-Spitzen und ihre vielfältigen Muster zierten große Tischdecken ebenso wie Kissenplatten. Damals wie heute umhäkelten Frauen Taschentücher und Bettbezüge in Ajour-Technik. In den 1970er Jahren kamen die zarten Spitzen zu einer besonderen Ehre. Westen, Tops und auch Jacken aus Ajour-Spitzen waren hochmodern. Selbst wenn es sich vielleicht komisch anhört, Topflappen sind ebenfalls gehäkelte Nostalgie. Bei ihrer Herstellung sind der Fantasie und der Kreativität keine Grenzen gesetzt.

Fazit

Vintage Handarbeiten haben bis zum heutigen Tag nichts von ihrer Faszination und Schönheit verloren. Vieles, was vor 60 oder 80 Jahren entstand, kann man heute noch kaufen. Der Trend, selbst wieder zur Häkel- oder Sticknadel zu greifen, ist ungebrochen. Viele Frauen und auch Männer versuchen sich wieder an alten Handarbeitstechniken. Wer das Knüpfen, Weben oder auch das Klöppeln lernen will, kann in den Volkshochschulen die entsprechenden Kurse buchen.

Beitragsbild: @ depositphotos.com / dgem22

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Redaktion

Hier schreibt Marion Ludwig aus der Redaktion von Kleidermarkt-Vintage.de
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