Abendkleid Farben wählen: Der ultimative Farbguide

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Die Farbwahl beim Abendkleid ist weit mehr als eine modische Entscheidung – sie verbindet Hautton, Anlass, historische Stilepoche und persönliche Ausstrahlung zu einem stimmigen Gesamtbild. Besonders im Vintage- und Retro-Bereich, wo Schnitte der 1920er bis 1980er Jahre eine Renaissance erleben, entscheidet die richtige Farbe darüber, ob ein Kleid wirkt wie ein authentisches Zeitdokument oder wie ein missglücktes Kostüm.

Kurz zusammengefasst

Die perfekte Abendkleid-Farbe entsteht aus dem Zusammenspiel von Hautton, Farbtyp und Anlass. Vintage-Kleider profitieren zusätzlich von einer epochengerechten Farbpalette – Gold für die 20er, Pastell für die 50er, Erdtöne für die 70er.

⚠ Wichtiger Hinweis

Farbtyp-Systeme sind Orientierungshilfen, keine starren Regeln. Wer sich in einem bestimmten Ton wohlfühlt, trägt ihn automatisch überzeugender – auch wenn er „theoretisch“ nicht passt. Nutze die Empfehlungen als Ausgangspunkt, nicht als Dogma.

Das Wichtigste in Kürze

  • Hautton und Farbtyp sind die wichtigsten Basiskriterien
  • Vintage-Epochen haben eigene charakteristische Farbpaletten
  • Anlass, Beleuchtung und Stoff beeinflussen die Farbwirkung erheblich
  • Accessoires und Haarfarbe sollten immer mitgedacht werden

„Die häufigste Falle, die ich bei Kundinnen beobachte: Sie suchen nach der ’schönsten‘ Farbe, statt nach der Farbe, die ihnen persönlich Ausstrahlung gibt. Das ist ein großer Unterschied. Ein stumpfes Olivgrün am richtigen Hautton leuchtet mehr als das teuerste Königsblau am falschen.“

— Marlene Vogt, Vintage-Stylisten und Kostümberaterin aus München
Über 14 Jahre Erfahrung in der Ausstattung von Retro-Events, Hochzeiten und Filmproduktionen. Spezialistin für Farbberatung im Bereich 1940er–1960er Mode.

Was muss ich beim Wählen der Abendkleid-Farbe beachten?

Hautton, Anlass, Beleuchtung und Epoche bestimmen die Farbwahl. Wer diese vier Faktoren kennt, trifft selten eine Fehlentscheidung.

Es gibt diesen Moment in der Umkleidekabine, wo eine Farbe das Gesicht regelrecht aufleuchten lässt – und einen anderen, wo man auf einmal müde und flach wirkt, obwohl das Kleid objektiv schön ist. Das ist kein Zufall. Die Farbe eines Abendkleids reflektiert Licht auf die Haut und verändert dadurch die gesamte Erscheinung. Daher beginnt jede gute Farbentscheidung mit dem eigenen Hautton, nicht mit dem Modekatalog.

Parallel dazu spielen Anlass und Setting eine echte Rolle. Ein Ball in einem historischen Saal mit Kerzenlicht braucht andere Farben als eine Cocktailparty unter Neonlicht. Und wer ein Vintage-Kleid trägt, sollte prüfen, ob die Farbe zur jeweiligen Epoche passt – sonst verliert das Outfit seinen historischen Charakter.

Welche Abendkleid-Farbe passt zu meinem Hautton?

Warme Hauttöne harmonieren mit erdigen Farben und Gold, kühle Hauttöne mit Blautönen, Silber und kühlem Rosa.
Hautton Empfohlene Farben Besser meiden
Warm / Gelblich Caramel, Terrakotta, Goldgelb, Koralle, Olivgrün Kaltes Rosa, reines Weiß, Eisblau
Kühl / Rosig Navyblau, Beere, Silber, kühles Lavendel, Anthrazit Orange, Rostrot, Khaki
Neutral Nahezu alle Farben, besonders Smaragdgrün, Burgund Kaum Einschränkungen
Olive / Mediterran Burgund, Dunkelblau, Warmes Gold, Schokoladenbraun Helles Nude, Gelb-Beige
Dunkel / Tief Leuchtendes Koralle, Türkis, Königsblau, Weiß, Gold Sehr dunkle Töne ohne Kontrast

Wie bestimme ich meinen Farbtyp für die Abendkleid-Auswahl?

Schau auf die Unterarmvenen: blau-lila = kühler Typ, grünlich = warmer Typ, beides = neutral.

Der klassische Vier-Jahreszeiten-Farbtyp – Frühling, Sommer, Herbst, Winter – ist immer noch eines der nützlichsten Werkzeuge in der Modeberatung. Frühlingstypen haben warme, klare Hauttöne und strahlen in Pfirsich, Koralle und Warmgold. Sommertypen sind kühl und gedämpft und wirken in zartem Lavendel, Roségold und Taubenblau am schönsten. Der Herbsttyp lebt in Rostrot, Senfgelb und Dunkelgrün auf, während der Wintertyp Kontraste liebt: reines Schwarz, Eisweiß, knalliges Rot.

Ein schneller Praxistest: Halte ein goldenes und ein silbernes Stück Stoff oder Folie neben dein Gesicht – welches lässt dich frischer wirken? Gold deutet auf einen warmen Typ hin, Silber auf einen kühlen.

Welche Farben passen zum warmen Hauttyp bei Abendkleidern?

Warme Hauttöne harmonieren mit Terrakotta, Koralle, Karamell, Olivgrün, warmem Burgund und Gold.

Der warme Farbtyp vertragen besonders solche Töne gut, die selbst einen gelblich-goldenen Unterton tragen. Ein Vintage-Abendkleid in Senfgelb oder gebranntem Orange – klassisch für die 1970er – wirkt auf warmen Hauttönen fast magisch. Auch tiefes Rostrot oder ein warmes Schokoladenbraun, wie man es in 40er-Jahre-Filmpromotionen sieht, funktionieret sehr gut.

Expert Insight

Koralle ist die heimliche Universalwaffe für warme Hauttöne. Die Farbe schmeichelt, wärmt das Gesicht und war in den 1950ern unter dem Namen „Coral Pink“ ein absoluter Signature-Ton – perfekt für Petticoat-Kleider im Pin-Up-Stil.

Welche Farben passen zum kühlen Hauttyp bei Abendkleidern?

Kühle Hauttöne gewinnen mit Königsblau, Silber, Lavendel, tiefem Beere und klassischem Schwarz.

Ein kühler Hautton verträgt intensive, klare Farben mit bläulichem Unterton. Navyblau ist hier fast unschlagbar – zeitlos, elegant und in jeder Epoche von den 1930ern bis heute präsent. Silber hingegen war in den Disco-Ären der 70er ein Muss und funktioniert für kühle Typen auf Abendveranstaltungen noch immer hervorragend.

Welche Abendkleid-Farben eignen sich für helle Haut?

Kräftige Kontraste wirken am besten: Dunkelblau, tiefes Rot, Smaragdgrün, aber auch Zartrosa für einen romantischen Look.

Sehr helle Haut verträgt helles Nude oder zu helles Beige oft schlecht – beides lässt das Gesicht verschwinden. Starke Farben setzen dagegen einen klaren Rahmen. Klassisches Nachtblau oder das tiefe Bordeaux der 1940er-Kriegszeit-Mode bringen blasse Haut zum Leuchten. Pastell funktioniert, wenn der Ton klar und nicht zu ausgeblichen wirkt.

Welche Abendkleid-Farben eignen sich für dunkle Haut?

Leuchtende Farben entfalten auf dunkler Haut ihre volle Wirkung – besonders Koralle, Türkis, Weiß und sattes Gold.

Dunkle Hauttöne bieten eine außergewöhnliche Leinwand für intensive Farben. Was auf heller Haut grell wirken würde, entwickelt hier Kraft und Tiefe. Weißes oder cremeweißes Vintage-Kleid ist eine oft unterschätzte Kombination, die besonders in 1950er-Ballkleid-Schnitten beeindruckend aussieht.

Welche Abendkleid-Farben eignen sich für Olive-Hauttypen?

Burgund, Smaragdgrün, warmes Gold und tiefes Marineblau setzen den olivfarbenen Teint vorteilhaft in Szene.

Olive ist ein faszinierender Hautton, weil er sowohl warm als auch neutral sein kann. Die Kombination aus warmem Unterton und gedeckter Oberfläche verträgt satte, gesättigte Farben außergewöhnlich gut. Helles Beige oder ein zu helles Nude flacht dagegen oft ab.

Welche Farbe sollte ich für ein Vintage-Abendkleid im 50er-Jahre-Stil wählen?

Pastell – Mintgrün, Babyrosa, Hellblau und Butter-Gelb – sind die typischen 50er-Farben, ergänzt durch Coral und Kirschrot.

Die 1950er waren eine Epoche des Optimismus, und die Mode spiegelte das in strahlend hellen, klaren Farben wider. Petticoat-Kleider, Ballkleider mit ausladendem Rock und enganliegende Cocktailkleider kamen in Mintgrün, Pfirsich, Himmelsblau oder dem berühmten Kirschrot. Wer authentisch bleiben möchte, greift zu diesen Tönen – sie funktionieren auch heute noch ohne jede Ironie.

Welche Farben waren in den 20er Jahren bei Abendkleidern typisch?

Gold, Schwarz, Silber und Champagner dominierten den Gatsby-Stil der 1920er – oft kombiniert mit Paillettenbesatz.

Art Déco und Überschwang – das ist die Kurzformel für die 20er. Abendkleider aus dieser Ära schimmerten buchstäblich: goldene Paillettenroben, schwarze Chiffon-Silhouetten mit Perlenstickerei, cremefarbene Seidenroben. Tiefes Schwarz galt als revolutionär modern, seit Coco Chanel das Kleine Schwarze gesellschaftsfähig machte.

Welche Farben waren in den 30er Jahren bei Abendkleidern beliebt?

Die 30er setzten auf Kühlheit und Eleganz: Tiefseeblau, Silbergrau, Smaragdgrün und stilles Weiß.

Die Weltwirtschaftskrise prägte einen nüchterneren, aber höchst raffinierten Stil. Rückenschnitt-Roben in Silbergrau oder kühlem Eisblau – Bias-Cut-Kleider, die den Körper modellierten – wurden von Hollywoodstars wie Jean Harlow populär gemacht. Smaragd und Tiefblau wirkten luxuriös, ohne prahlerisch zu sein.

Welche Farben dominierten Abendkleider in den 40er Jahren?

Kriegsbedingte Ressourcenknappheit führte zu gedeckten Farben: Weinrot, Marineblau, Dunkelgrün und Schwarz.

Materielle Einschränkungen formten einen zurückhaltenderen, aber würdevollen Stil. Dunkelrot, Marineblau und tiefes Grün waren die Abendfarbklassiker – kräftig genug für festliche Anlässe, aber ohne den Überschwang der 20er. Schwarz blieb präsent, oft mit schlichtem Schmuck aufgewertet.

Welche Farben waren in den 60er Jahren bei Abendkleidern modern?

Die Swinging Sixties brachten Pop-Art-Farben: Knalliges Gelb, Orange, Weiß, geometrische Farbblöcke und Silber.

Die 60er sprengten die Farbkonventionen. Op-Art-Muster in Schwarz-Weiß, leuchtende Monofarben in Orange oder Citronengelb und die Space-Age-Ästhetik mit metallischem Silber prägten das Jahrzehnt. Weiß als Abendfarbkleid wurde erstmals wirklich populär – auch außerhalb von Hochzeiten.

Welche Abendkleid-Farben passen zum Rockabilly-Stil?

Kirschrot, Schwarz-Weiß-Polka-Dots, Marineblaues Weiß und Coral sind die DNA des Rockabilly-Looks.

Rockabilly lebt von Kontrasten und Energie. Das ikonische Kirschrot – allein oder kombiniert mit weißen Tupfen – ist nahezu untrennbar mit dem Stil verbunden. Schwarz-weiße Muster mit kräftigen einfarbigen Akzenten funktionieren ebenfalls hervorragend. Wer authentisch rockabilly aussehen möchte, wählt keine gebrochenen oder matten Farben.

Welche Farbe eignet sich für ein Gatsby-Abendkleid?

Gold, Champagner, Schwarz und Silber – am besten mit Pailletten oder Perlen – sind die Gatsby-Klassiker.

Für ein authentisches Gatsby-Kleid gilt: Je mehr es glänzt, desto besser. Champagnerfarbene Paillettenroben, tiefschwarze Fringes-Kleider mit Goldstickerei oder silberne Art-Déco-Ornamente – das ist das Material, aus dem die 20er-Legenden gemacht sind. Moderne Interpretationen nutzen oft auch dunkles Burgund oder Smaragd als würdige Alternativen.

Anlass Empfohlene Farbe Stilhinweis
Hochzeit als Gast Navyblau, Smaragd, Burgund, Champagner Kein reines Weiß oder Cremeweiß
Ball Gold, Schwarz, Dunkelblau, Silber Edle Stoffe wählen (Satin, Samt)
Cocktailparty Vintage Coral, Mint, Kirschrot, Schwarz-Weiß Etwas verspielter, kürzerer Schnitt möglich
Gala / Theater Schwarz, Tiefrot, Smaragd Klassische, klare Silhouette bevorzugen
Gatsby-Party Gold, Silber, Champagner Paillettendetails oder Fringes einplanen

Welche Abendkleid-Farbe wirkt elegant und zeitlos?

Schwarz, Navyblau, tiefes Smaragdgrün und Burgund gelten seit Jahrzehnten als die verlässlichsten Farben für Eleganz.

Schwarz hat seinen Ruf nicht umsonst: Es schmeichelt fast jedem Typ, verträgt jeden Schmuck und passt in fast jeden Kontext. Smaragdgrün dagegen ist die überraschendere, aber ebenso verlässliche Alternative – satt, luxuriös, epochenübergreifend schön von den 30ern bis heute.

Welche Farbe macht bei Abendkleidern schlanker?

Dunkle, kühle Töne – besonders Schwarz, Navyblau und Dunkelgrün – schaffen optisch eine schlankere Silhouette.

Dunkelfarben absorbieren Licht, wo helle es zurückwerfen. Das ist die Physik dahinter. Ein einfarbiges, durchgängig dunkles Kleid verlängert die Silhouette optisch. Wer nicht auf dunkle Farben zurückgreifen möchte, kann mit vertikalen Elementen – Nähten, Rüschen, Prints – denselben Effekt erzielen.

Welche Abendkleid-Farbe passt zu blonden Haaren?

Blondinen strahlen besonders in Navyblau, Türkis, Warmgold und kräftigem Rot – auch Schwarz setzt starke Kontraste.

Welche Abendkleid-Farbe passt zu brünetten Haaren?

Smaragdgrün, Burgund, sattes Orange und Warmgold harmonieren außergewöhnlich gut mit dunkelbraunem Haar.

Welche Abendkleid-Farbe passt zu roten Haaren?

Smaragdgrün, Dunkelblau, tiefes Pflaume und Mokkabraun setzen rotes Haar elegant in Szene. Orange und Rot meiden.

Rotes Haar ist ein starkes Statement, das die Kleidfarbe entsprechend gut ausbalancieren muss. Die Komplementärfarbe Grün – besonders in kühlem Smaragd oder Flaschengrün – schafft einen wirkungsvollen, klassischen Kontrast. Warmes Orange oder Rot in ähnlichen Tönen lässt dagegen das Haar verblassen.

Welche Abendkleid-Farbe passt zu grauen oder weißen Haaren?

Lavendel, Silber, kräftiges Royalblau und Smaragdgrün harmonieren wunderschön mit silbergrauem oder weißem Haar.

Graues oder weißes Haar hat eine eigene Leuchtkraft, die viele Farben überraschend gut aufgreift. Silber und Lavendel spielen mit dem kühlen Ton des Haares. Kräftige Farben wie Royalblau oder Smaragd setzen dagegen einen bewussten Kontrast, der Energie und Präsenz erzeugt.

Welche Bedeutung haben verschiedene Farben bei Abendkleidern?

Farben kommunizieren: Rot steht für Stärke und Verführung, Schwarz für Eleganz, Weiß für Unschuld oder Klarheit, Gold für Luxus.
  • a) Rot: Selbstsicherheit, Leidenschaft, Aufmerksamkeit – der stärkste Auftritt
  • b) Schwarz: Zeitlosigkeit, Eleganz, Kontrolle – der sichere Klassiker
  • c) Blau: Ruhe, Seriosität, Tiefe – von Navyblau bis Royalblau
  • d) Grün: Frische, Natürlichkeit oder Luxus – je nach Sättigung
  • e) Gold / Silber: Festlichkeit, Status, Glamour – unverzichtbar für große Anlässe
  • f) Pastell: Leichtigkeit, Romantik, Verspieltsein – ideal für Frühjahrsanlässe

Wann ist ein rotes Abendkleid die richtige Wahl?

Rote Abendkleider funktionieren, wenn man bewusst Aufmerksamkeit möchte – ideal für Galas, Premieren oder besondere Feiern, weniger für Hochzeiten als Gast.

Rot ist keine neutrale Farbe. Es ist eine Ansage. Wer ein rotes Abendkleid trägt, betritt den Raum als jemand, der gesehen werden möchte. In der Vintage-Tradition war das Rote Kleid stets das mutige Statement – von Hollywoods Goldenen Jahren bis zum New Look der 50er.

Für welche Anlässe eignen sich Pastellfarben bei Abendkleidern?

Pastell eignet sich für Frühjahrs- und Sommerfeiern, Gartenpartys, Brautjungfern-Looks und Tagesabend-Events.

Wann kann ich ein weißes oder cremefarbenes Abendkleid tragen?

Weiß und Creme sind bei Hochzeiten als Gast kritisch. Für alle anderen Anlässe – besonders im Sommer – sind sie eine elegante Wahl.

Die Regel ist einfach: Hochzeiten gehören der Braut, und Weiß oder Cremeweiß sollte ihr vorbehalten bleiben. Auf Galas, Sommerbällen oder Theaterpremieren ist ein weißes Abendkleid dagegen wunderbar – besonders auf dunklen Hauttönen oder mit Statement-Schmuck kombiniert.

Welche Farben sollte ich bei Abendkleidern vermeiden?

Hautfarbene oder zu beige-neutrale Töne, die keinen Kontrast zur Haut bilden, wirken oft flach und unfertig.

Nude ist gefährlich – nicht weil es hässlich wäre, sondern weil es extrem nah an vielen Hauttönen liegt und das Kleid verschwinden lässt. Gleiches gilt für zu ausgeblichene Pastelltöne auf ohnehin heller Haut. Der zweite häufige Fehler: eine Farbe wählen, die man zwar schön findet, die aber gegen die eigene Ausstrahlung arbeitet.

Wie kombiniere ich meine Abendkleid-Farbe mit Accessoires?

Goldener Schmuck zu warmen Farben, Silber zu kühlen Tönen. Handtaschen und Schuhe dürfen Kontrastakzente setzen.

Expert Insight: Vintage-Accessoires zur Farbe

Bei Vintage-Kleidern aus den 50ern und 60ern gilt: Perlen zu Pastell, Strass zu Schwarz und Gold zu warmen Tönen. Ein kleines weißes Handtäschchen aus der 50er-Ära harmoniert fast universell – und verstärkt den authentischen Epochen-Charakter.

Welche Schuhfarbe passt zu welcher Abendkleid-Farbe?

Nude Schuhe verlängern das Bein optisch, Schwarz gibt Halt und Struktur, Metallictöne setzen glamouröse Akzente.
  • a) Rotes Kleid → Schwarz, Gold oder neutrales Nude
  • b) Schwarzes Kleid → Gold, Silber, Rot als Statement
  • c) Pastell-Kleid → Weiß, Nude oder ein Ton aus dem Kleid
  • d) Gold/Pailletten → Bronze oder Nude, niemals Silber mischen

Wie wähle ich die Abendkleid-Farbe passend zur Jahreszeit?

Frühjahr: Pastell und Koralle. Sommer: Kräftig und hell. Herbst: Erdtöne und Burgund. Winter: Dunkelblau, Schwarz, Silber.

Die Jahreszeit bestimmt nicht nur die Angemessenheit einer Farbe, sondern auch ihre Wirkung im Kontext der Umgebung. Ein mintgrünes Kleid wirkt im April frühlingshaft – im November deplatziert. Herbstliches Smaragdgrün oder Rostrot hingegen harmoniert mit dem saisonalen Umfeld und wirkt daher stimmiger.

Wie beeinflussen Stoff und Textur die Farbwirkung beim Abendkleid?

Glänzende Stoffe wirken in dunklen Farben intensiver, matte Stoffe lassen helle Farben klarer erscheinen. Samt vertieft Farben erheblich.

Dieselbe Farbe kann auf verschiedenen Stoffen völlig unterschiedlich wirken. Navyblau auf Satin glänzt und strahlt Licht aus – auf mattem Krepp wirkt es zurückhaltender und edler. Samtabendkleider absorbieren Licht und lassen Farben wie Burgund oder Waldgrün ungemein satt und wertvoll wirken. Wer in Pailletten investiert, sollte wissen: Die Farbe wird bei Bewegung ins Licht stark verstärkt.

Welche Farbkombinationen funktionieren bei Vintage-Abendkleidern?

Schwarz-Weiß, Marineblau-Weiß, Rot-Schwarz und Pastell-Weiß sind klassische Vintage-Kombinationen mit langem historischen Erbe.

Was sind aktuelle Farbtrends bei Abendkleidern 2026?

Für 2026 zeigen sich Trends in tiefem Schokoladenbraun, sanftem Limette, warmem Terrakotta und klassischem Butter-Gelb – alles mit Vintage-Bezug.

Die Mode kehrt zu erdigen, sinnlichen Tönen zurück – und das trifft sich gut mit dem Vintage-Revival. Schokobraune Satinkleider, limettenfarbene Retro-Silhouetten und Terrakotta-Abendroben im 70er-Schnitt passen zu diesem Moment. Die klassischen Farben – Schwarz, Marinblau, Burgundrot – bleiben dabei das verlässliche Fundament.

Wie finde ich meine persönliche Signaturfarbe bei Abendkleidern?

Schau in deinen Kleiderschrank: Welche Farbe trägst du am häufigsten und erhältst dabei die meisten Komplimente? Das ist ein guter Hinweis.

Eine Signaturfarbe entsteht selten durch theoretische Analyse. Sie zeigt sich, wenn man bemerkt, dass man nach einem bestimmten Kleid immer wieder greift – und sich darin automatisch besser fühlt. Wer unsicher ist, lässt Fotos sprechen: Auf welchen Bildern wirkt man am lebendigsten?

Welche Rolle spielt die Beleuchtung bei der Farbwahl des Abendkleids?

Kerzenlicht wärmt Farben auf, Neonlicht kann kühle Töne verstärken. Immer unter dem Licht des Veranstaltungsorts testen.

Diese Dimension unterschätzen die meisten. Wer ein Kleid tagsüber im Geschäft kauft und abends unter Kerzenlicht trägt, erlebt oft eine Überraschung. Warme Lichtquellen wie Kerzen- oder Glühlampenlicht betonen warme Farbtöne und können kühle Farben abschwächen. Ein kleines Stück Stoff unter dem erwarteten Licht zu testen, klingt pedantisch – ist aber erstaunlich aufschlussreich.

Häufige Fragen

Welche Abendkleid-Farbe ist universell für alle Anlässe geeignet?

Schwarz ist die verlässlichste universelle Abendfabe. Es passt zu jedem Anlass von der Cocktailparty bis zur Gala, zu fast jedem Hautton und funktioniert in allen Jahrzehnten vom Kleinen Schwarzen bis heute.

Darf ich als Hochzeitsgast ein champagnerfarbenes Kleid tragen?

Das hängt vom Ton ab. Reines Champagner oder Elfenbein kann zu nah an Brautweiß wirken. Ein warmes Gold mit klarer Champagner-Note ist meist unkritisch – am besten vorab mit dem Brautpaar abstimmen.

Welche Vintage-Epoche hatte die ausdrucksstärksten Abendkleid-Farben?

Die 1920er und 1960er gelten als farblich mutigste Epochen. Die 20er mit Gold und Schwarz-Pailletten, die 60er mit Pop-Art-Farben und Monochromes. Beide Jahrzehnte sprengten die Konventionen ihrer Zeit.

Kann ich als warmer Farbtyp auch Schwarz tragen?

Ja, aber mit dem richtigen Makeup und warmen Accessoires. Gold-Schmuck und eine wärmende Lippenstiftfarbe mildern den Kontrast, den reines Schwarz auf warmen Hauttönen erzeugen kann.

Wie teste ich schnell, ob eine Abendkleid-Farbe zu mir passt?

Halte den Stoff direkt unter dein Gesicht ohne Make-up. Wirkt die Haut frisch und lebendig? Dann passt die Farbe. Wirkt sie fahl oder gelblich? Besser nach einer anderen Nuance suchen.

Die Farbwahl beim Abendkleid ist kein Rätsel – aber sie erfordert Selbstkenntnis. Wer seinen Hautton kennt, den Anlass versteht und die historische Epoche seines Kleides respektiert, trifft fast immer eine gute Entscheidung. Vintage-Mode funktioniert besonders dann authentisch, wenn Farbe und Schnitt aus derselben Ära stammen. Und wer bei allem unsicher ist, greift zu Schwarz oder Smaragdgrün – zwei Farben, die seit einem Jahrhundert fast nie enttäuscht haben.

Redaktion